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Papierkram

Welche Dokumente, Versicherungen & Co für Marokko wirklich nötig sind

Oder: Was du dabei haben solltest, bevor du am Hafen diskutierst.

Papierkram ist nicht das, wofür man sich beim Pothole Rodeo anmeldet. Trotzdem entscheidet er darüber, ob du entspannt auf die Fähre rollst – oder erstmal sehr lange erklärst, warum du eigentlich genau hierher wolltest. Marokko ist dabei erstaunlich unkompliziert, wenn man ein paar Dinge sauber vorbereitet. Hier kommt der Überblick, ohne Amtsdeutsch und ohne Panik.

Reisepass: kein Spielraum

Für Marokko brauchst du einen Reisepass, keinen Personalausweis. Der Pass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Das wird kontrolliert – nicht immer streng, aber oft genug, dass es kein Glücksspiel sein sollte. Wer hier schlampig ist, beendet sein Abenteuer schneller als geplant, meist noch auf europäischer Seite.
Ein Visum brauchst du als EU-Staatsbürger für touristische Aufenthalte nicht, solange du unter 90 Tagen bleibst. Unser Pothole Rodeo passt da locker rein.
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Führerschein & Fahrzeugpapiere

Dein nationaler Führerschein reicht völlig aus, ein internationaler ist nicht vorgeschrieben. Trotzdem schadet er nicht, gerade bei Polizeikontrollen oder wenn es Missverständnisse gibt. Wer einen hat, nimmt ihn mit. Wer nicht, fährt trotzdem legal.
Wichtig sind die Original-Fahrzeugpapiere. Kopien reichen nicht. Das Fahrzeug muss auf dich zugelassen sein oder du brauchst eine Vollmacht des Halters (am besten auf Englisch oder Französisch). Marokko nimmt das Thema Fahrzeugbesitz ernst – schließlich darf dein Auto oder Motorrad das Land offiziell nicht ohne dich wieder verlassen.

Einreise mit Fahrzeug: das berühmte D16

Bei der Einreise wird dein Fahrzeug temporär in Marokko registriert. Das läuft über das sogenannte D16-Formular, heute meist digital. Dein Fahrzeug ist damit offiziell an dich gebunden. Klingt bürokratisch, ist aber vor Ort gut organisiert. Wichtig ist nur: Das Fahrzeug muss bei der Ausreise wieder dabei sein. Totalschaden, Verkauf oder Zurücklassen sind keine Optionen ohne großen Aufwand.

Versicherung: bitte nicht improvisieren

Deine normale Kfz-Versicherung gilt in Marokko in der Regel nicht. Schau auf deine Grüne Versicherungskarte. Steht „MA“ (Marokko) durchgestrichen oder fehlt, brauchst du eine Zusatzversicherung. Die bekommst du entweder vorab bei deinem Versicherer oder direkt an der Grenze. Letzteres ist möglich, aber nicht immer günstig.
Zusätzlich dringend empfohlen: eine Auslandskrankenversicherung, die auch einen Rücktransport abdeckt. Nicht, weil man damit rechnet – sondern weil man vorbereitet ist. Wer auf eigene Kosten zurückgeflogen wird, lernt sehr schnell, was schlechte Planung bedeutet.

Sonstiger Papierkram, der nervt – oder hilft

Ein paar Dinge, die nicht vorgeschrieben sind, aber unterwegs Gold wert sein können:
  • Mehrere Kopien von Reisepass und Fahrzeugschein
  • Versicherungsnummern und Notfallkontakte offline gespeichert
  • Bargeld in Euro (für Fähre, Versicherung, kleinere Grenzthemen)
Alles, was du griffbereit hast, beschleunigt Gespräche – und spart Nerven.

Unser Tipp: einmal sauber durch organisieren, dann ist Ruhe

Marokko ist kein Bürokratiemonster. Aber es ist ein Land, das Ordnung an den richtigen Stellen erwartet. Wer Reisepass, Fahrzeugpapiere und Versicherung im Griff hat, rollt entspannt durch den Hafen, über die Grenze und direkt ins Abenteuer.
Beim Pothole Rodeo gilt wie immer:
Wir kämpfen nicht mit Formularen – wir sorgen dafür, dass sie uns nicht aufhalten.


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