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BIKER BLOG: Anreise via Cremona

Von Genua nach Tanger Med – mit Zwischenstopp & Trailer-Option in Cremona

Wer für das Pothole Rodeo Richtung Marokko unterwegs ist, steht früher oder später vor genau dieser Frage: Wie kommen wir sinnvoll nach Nordafrika – ohne uns schon vor dem Start zu verheizen?
Die Route Genua → Tanger Med hat sich dabei für viele Teams als die entspannte, logische Lösung erwiesen. Vor allem dann, wenn Bikes oder Autos per Trailer anreisen und man Strecke, Zeit und Nerven sparen will.

Warum Genua?

Genua ist einer der wichtigsten Mittelmeerhäfen Italiens und seit Jahren ein bewährter Abfahrtsort für Fähren Richtung Marokko. Die Infrastruktur ist routiniert, die Abläufe sind klar und die Anbindung aus dem Norden Europas gut planbar. Im Vergleich zu spanischen Häfen ist Genua für viele Teams schlicht besser erreichbar – vor allem, wenn man nicht mehrere Tage Anfahrt „verheizen“ möchte.
Die Überfahrt nach Tanger Med ist lang, aber berechenbar. Und genau das ist der Punkt: lieber einmal richtig übersetzen, als sich vorher schon quer durch halb Europa zu schleppen. 
Cremona: Campingplatz mit Abstellmöglichkeit für Trailer & Fahrzeuge
Für viele Teams hat sich rund um Cremona eine besonders pragmatische Lösung etabliert: ein Campingplatz in der Nähe der Stadt, der nicht nur Übernachtungen ermöglicht, sondern auch die sichere Abstellung von Trailern und Zugfahrzeugen über die gesamte Dauer des Rodeos.
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Das ist vor allem für Teams interessant, die:
  • Bikes oder Fahrzeuge per Trailer nach Norditalien bringen
  • ab dort „pur“ weiter Richtung Fähre fahren wollen
  • und nach der Rückkehr aus Marokko ihr Gespann wieder aufnehmen möchten
Der große Vorteil: Alles bleibt an einem Ort. Kein Umparken, keine verstreuten Stellflächen, keine komplizierten Rückholaktionen. Trailer und Fahrzeuge stehen abgeschlossen auf dem Gelände, während ihr unterwegs seid.
Wichtig ist, diese Option vorab mit dem Campingplatz abzuklären und die Standzeit klar zu kommunizieren. In der Regel ist das unkompliziert, solange man sauber plant und nicht spontan auftaucht. Viele Teams kombinieren das Ganze mit einer Übernachtung vor der Weiterfahrt nach Genua – duschen, sortieren, runterkommen – bevor es Richtung Fähre geht.
Diese Lösung ist nicht spektakulär, aber extrem sinnvoll.
Und genau solche Entscheidungen sorgen dafür, dass die Anreise Teil des Abenteuers bleibt – und nicht zur Belastung wird.

Weiterfahrt nach Genua

Von Cremona nach Genua sind es rund 200 Kilometer. Eine entspannte Etappe, die sich gut timen lässt. Wer früh startet, hat genug Puffer für Hafen, Check-in und eventuelle Verzögerungen.
Mein Rat:
Nicht auf Kante planen. In Genua lieber eine Nacht vor der Fähre einbauen als hektisch am Hafen anzukommen. Das zahlt sich spätestens beim Boarding aus.
Die Fähre: Genua → Tanger Med
Die Überfahrt ist lang – und genau deshalb wichtig für die mentale Vorbereitung. Kein Aktionismus, kein „mal eben“. Dokumente griffbereit halten, Fahrzeuge sauber verzurren, Gepäck so packen, dass man während der Fahrt rankommt.
Was hilft:
  • Geduld
  • ein klarer Zeitpuffer
  • realistische Erwartungen
Die Fähre ist kein Luxusurlaub – aber sie ist der Übergang. Und dieser Übergang ist Teil des Abenteuers. Alle Infos zur Überfahrt findest Du in unseren Blog: Der ehrliche Färguide
Aus unserer Sicht ist die Route Genua – Tanger Med mit Zwischenstopp und Trailer-Abstellung in Cremona speziell für die Zweiradfahrer eine kluge Einteilung von Kräften. Wer so anreist, startet nicht erschöpft ins Rodeo, sondern fokussiert.
Und genau darum geht es: Sicher ankommen, statt erschöpft durchzukommen. 


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