3. Weil Improvisation hier Teil des Systems ist
In Europa ist Improvisation ein Ausnahmezustand. In Marokko ist sie Alltag. Tankstellen sind da, wo man sie nicht erwartet. Wege existieren, obwohl sie nicht eingezeichnet sind. Hilfe kommt nicht per App, sondern per Begegnung. Du lernst wieder, Entscheidungen vor Ort zu treffen – und stellst fest, wie befreiend das ist. Nicht alles kontrollieren zu müssen, ist kein Verlust. Es ist eine Befreiung.
4. Weil Gemeinschaft hier eine andere Tiefe bekommt
Die Community ist bei jedem Rodeo wichtig. Sie ist unser Kern. In Marokko wird sie noch intensiver. Die Tage sind länger, die Anforderungen höher, die Situationen klarer. Man hilft sich, wartet, teilt Wasser, Werkzeug, Entscheidungen. Nicht aus Pflicht, sondern aus Notwendigkeit. Viele sagen nach dem PHR Marokko: „So habe ich Menschen noch nie kennengelernt.“ Und sie dich!
5. Weil es dich verändert – leise, aber nachhaltig
PHR Marokko ist kein Event, das man abhakt. Es arbeitet nach. Bleibt in Dir. Du kommst zurück mit mehr Gelassenheit, weniger Kontrollbedürfnis und einem tieferen Vertrauen in dich selbst. Nicht, weil alles perfekt lief. Im Gegenteil: Weil du gemerkt hast, dass es das nicht muss.
1. Der Landweg
Für Leute, die schon auf dem Hinweg leiden wollen.
2.500 Kilometer durch Frankreich und Spanien. Autobahn. Raststätten. Lange Tage. Viel Zeit, um sich zu fragen, warum man das eigentlich tut – obwohl man Afrika noch nicht mal gesehen hat.
Gut geeignet für:
Respekt. Ernsthaft. Aber es gibt entspanntere Wege, sich selbst herauszufordern.
2. Tarifa oder Algeciras
Der Sprung ohne Aufwärmen
Tarifa: eine Stunde Fähre – und du stehst mitten in Tanger Ville. Afrika beginnt direkt hinter dem Hafen. Laut, lebendig, unmittelbar.
Oder Algeciras → Tanger Med: nüchtern, effizient, Industriehafen. Keine Romantik, aber du rollst aus der Fähre und bist praktisch schon auf Rodeo-Kurs.
Beide Varianten verlangen nur eins: wirklich nach Marokko zu wollen.
Der Haken: Du kommst an. Du bist platt. Und das Abenteuer hat gerade erst begonnen.
3. Genua
Der Weg des geringsten Widerstands – und der größten Wirkung
Wenn du nicht völlig durch sein willst, bevor die Wüste ruft: Genua. Punkt. Gerade für Biker ist das fast alternativlos. 51-53 Stunden Fähre. Klingt lang. Ist es auch. Und genau darin liegt die Magie. Du fährst aufs Schiff. Stellst die Karre ab. Atmest aus.
An Bord:
Die Akkreditierung läuft direkt an Bord. Dein Rodeo beginnt, bevor du Afrika siehst.
Und wenn du in Tanger Med von Bord rollst, bist du nicht ausgelaugt, sondern bereit. Klar im Kopf. Wach. Offen. Bereit für Sand, Berge, Chaos, Backroads, Hitze – und diese Momente, die dich noch in zwanzig Jahren einholen werden. Für uns Backroadclub-Bagaluten ist Genua die einzig logische Wahl. Wir sind an Bord. Mit guter Laune, schlechter Musik und einer Buddel Rum. Oder zwei. Eine pro Tag. Wir sind schließlich keine Amateure.
