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Ein Auto vom Pothole Rodeo Baltic liegt am Dach.

Was dann passiert, ist POTHOLE.

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Manchmal läuft beim Pothole Rodeo alles nach Plan. Und manchmal liegt dein Auto plötzlich am Dach im Gebüsch. Das Wichtigste zuerst: Niemand wurde verletzt. Und auch wenn die Bilder spektakulär aussehen: Solche Szenen gehören zum Glück nicht zum Rodeo-Alltag. Schwere Unfälle sind selten und ein Auto am Dach sieht man in etwa nur alle 10 Jahre. Wenn so etwas doch einmal passiert und gut ausgeht, wollen wir euch allerdings auch nicht vorenthalten, was danach passiert ist. Denn nachdem klar war, dass es allen gut geht, blieb eigentlich nur noch zwei Fragen:

Wie kam es dazu?

Ziemlich unspektakulär. Auf dem schmalen Weg war der Fahrbahnrand durch Gras und Bewuchs kaum zu erkennen. Kein Highspeed-Abflug, sondern einmal zu weit über die Kante. Der Graben war tiefer als gedacht und schon lag die Karre dort, wo sie definitiv nicht hingehört.

Wie bekommen wir die Karre da wieder raus?

Die Antwort: mit Gurten, Werkzeug und ziemlich vielen helfenden Händen. Einer hatte eine Idee, fünf andere gleich noch eine. Es wurde gezogen, geschoben, nachgespannt, diskutiert und neu angesetzt. Und je länger die Aktion dauerte, desto größer wurde die Mannschaft im Wald.

Starten werden wir gemeinsam mit dem Pothole Rodeo an einem geheimen Ort, verstreuen uns dann aber sofort am Morgen in verschiedene Himmelsrichtungen. Von dort schrauben wir uns nach der Durchquerung von ungefähr 122 unterschiedlichen Dialekten - und bei Bedarf auch durch die ersten paar Nachbarländer - auf schlussendlich 2.500 Höhenmeter. Der Leistungsverlust durch die dünne Luft hier oben ist nicht nur in der Klasse bis 50PS spürbar. Nicht aber, dass der Flachländler nun denkt er hätte freien Blick aufs Meer, es steht nun der Großglocknermit seinen 3.798m vor ihm. Diese sogenannte Hochalpenstrasse wartet mit 36 Kehren auf uns. Die Rallye bewegt sich auch danach ständig im Grenzbereich – was allerdings mehr mit der Größe der Alpenrepublik zu tun hat. Auch im Süden wird es zu einer grenzüberschreitenden Erfahrung kommen. Die Gefahr, bei einer Brettljaus´n (dt. fettes Essen auf einem Holzbrett) und Welschriesling (dt. Weisswein mit höherem Säuregehalt – auch „Kleschn“ genannt) abzutauchen, ist hier in der „steirischen Toskana“ besonders hoch. Ihr glaubt es wird einfach? Nein, das war es noch nie…

Einer hat ein Problem. Also haben wir ein Problem.

Was als Problem eines Teams begonnen hatte, war da längst eine gemeinsame Sache. Klingt übertrieben? Ist es vor Ort aber ganz und gar nicht. Wenn unterwegs jemand nicht weiterkommt, bleiben andere stehen. Dann wird geschraubt, improvisiert, abgeschleppt oder eben gemeinsam ein Auto aus dem Gebüsch geholt. Da fragt keiner lange, ob er eigentlich zuständig ist. Meistens sind die Probleme zum Glück deutlich unspektakulärer. Irgendein Teil streikt, jemand hat Werkzeug dabei, eine provisorische Lösung wird gebaut und weiter geht’s. Das Prinzip bleibt dasselbe: Man lässt einander nicht hängen.

Und irgendwann ist die Karre wieder draußen.

Nicht besonders elegant. Nicht ohne Aufwand. Und vermutlich auch nicht nach der Methode, die irgendein Lehrbuch empfohlen hätte. Aber geschafft. Beim Pothole Rodeo läuft eben nicht immer alles glatt. Wäre vermutlich auch ziemlich fad. Umwege, Pannen und völlig ungeplante Situationen gehören genauso dazu wie die Kilometer dazwischen. Und genau dann merkt man, was diese Community ausmacht: Einer packt an, der nächste hat eine Idee und plötzlich arbeitet eine ganze Gruppe an einer Lösung. Gemeinsam ans Ziel haben wir uns deshalb nicht irgendwann fürs Marketing ausgedacht. Manchmal steht man einfach mitten im Wald und sieht ziemlich genau, was damit gemeint ist.

Video zur Story

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