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Die einen lieben es, die anderen hassen es. Aber eines ist fix: Wenn du echt flexibel bleiben willst, dann ist das die einzige Alternative!
Du musst keine Angst davor haben schlecht zu schlafen: Die Tage sind so anstrengend, dass du schnell weißt, was es bedeutet zu „schlafen wie ein Baby“.
Die Campingplätze in Marokko unterscheiden sich gewaltig von denen in Italien, Kroatien oder Deutschland. Aber dafür ist die Bandbreite hier sehr groß. Von einfach (das ist einfacher als du es gewohnt bist) bis besser.
Einfach bedeutet, dass du einen Platz hast, wo du dein Zelt hinstellen kannst und sich meist eine Toilette (arabischer Standard) und eine Dusche mit Kaltwasser befindet. Diesen Standard werden wir vor allem im Süden des Landes vorfinden.
„Besser“ ist dann schon eher wie wir es aus Europa kennen. Mit ein wenig Glück und für etwas mehr Dirham (marokkanische Währung) kannst du dein Zelt sogar auf einer Wiese aufstellen. Europäische – und noch dazu saubere - Toiletten finden sich genauso wie Duschen mit Warmwasser. Swimmingpools sind keine Seltenheit und ein wirklich gutes Restaurant inklusive kaltem Bier, kann man erwarten.
Übrigens kannst du oft auch vor Ort entscheiden, ob du nicht doch lieber ein echtes Bett unter deinem Hintern haben möchtest. Vor allem die etwas besser ausgestatteten Campingplätze, bieten dir sehr oft auch die Option auf ein einfaches Zimmer oder sogar einen Bungalow mit eigener Dusche und Klimaanlage.
Meist wird es irgendwo in der Mitte liegen.
Wildcampen ist in Marokko offiziell verboten. Deswegen wollen wir hier auch weder Tipps noch Ratschläge geben.
Aber eines sei aus Erfahrung gesagt: Entweder befindet sich ein Campingplatz in der Nähe, oder es ist so wenig los, dass es auch niemanden stört, wenn man sein Lager irgendwo am Wegesrand aufbaut.
Noch eine kleine Anmerkung: Mücken in der Nacht können extrem lästig sein. Entweder stechen sie dich und die Beulen jucken den ganzen langen Tag, oder aber, sie schwirren dir ständig um die Ohren und an Schlaf ist nicht zu denken.
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Wildcampen bringt natürlich einen gewissen Reiz mit sich und macht extrem flexibel
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Ein billiger Campingplatz hat meist nur kaltes Wasser im Angebot
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Campingplatz mit Pool, Restaurant sowie Stellplatz
Wie bei all diesen Themen scheiden sich hier die Geister. Wir empfehlen hier 4 Varianten, die wir selbst getestet und für gut empfunden haben.
Bist du mit dem Auto unterwegs, kannst du dein Gepäck im Fahrzeug lassen und dein Zelt muss nicht viel größer sein als der Platz den du zum Schlafen benötigst. Solltest du mit dem Motorrad unterwegs sein, dann sollte ein 2-Mannzelt für eine Person und ein 3-Mannzelt für 2 Personen gut geeignet sein, da du dann dein Equipment mit ins Zelt nehmen kannst.
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Das Hubba Hubba muss nicht mit Heringen fixiert werden und ist sehr schnell aufgebaut.
Vor allem in Nord- und Westafrika ist der Untergrund oft sehr hart und steinig oder du stehst sogar im Sand. Beides ist ungeeignet für Zelte die Spannung – und somit Heringe – benötigen. Man kann zwar sein Motorrad oder Auto dazu missbrauchen eine Seite des Zeltes daran zu befestigen, aber damit hast du maximal 50% deines Problems gelöst.
Ich verwende auf meinen Reisen das MSR Hubba Hubba (2 Mann Zelt zum Reisen alleine), da es freistehend ist, oder ein MSR Mutha Hubba, wenn ich zu zweit unterwegs bin (benötigt 4 Heringe zum Spannen).
Ein weiterer Vorteil dieser Zelte: Man kann das Innenzelt auch ohne Außenzelt benutzen und es hat aufgrund des bis weit nach unten gezogenen Insektennetzes eine wunderbare Aussicht auf den Sternenhimmel und ständige Frischluft. Es ist außerdem auch möglich, nur das Außenzelt zu verwenden.
Was an beiden Modellen auffällt: Aufgrund des ausgeklügelten Gestänges und der daraus resultierenden steilen Seitenwände, kann der Platz voll ausgenutzt werden. Bei den meisten billigeren Varianten, kann selten die gesamte Bodenfläche ausgenutzt werden.
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Wenn es dir wichtig ist, cool unterwegs zu sein, dann kommst du an “Wingman of the Road” nicht vorbei. Wenn dir Qualität wichtig ist, bist du hier auch richtig.
Das Zelt ist aus hochwertigem Ripstop Canvas und dadurch blick- und wasserdicht, hat sehr große Fliegengitter und sehr stabile Aluminiumstangen. Es ist extrem schnell aufgestellt und Unterlegmatte sowie Schlafsack sind integriert. Für Motorradfahrer ist das Feature mit dem Helmhaken perfekt, da der Helm trocken und sauber im Außenbereich verstaut werden kann.
Callie und Kendall sind die beiden Erfinder und Betreiber von Wingman of the Road und entwickeln ihr Produkt ständig weiter. Und zwar auf Abenteuerreisen mit ihrem Motorrad. Daher kann ich aus Überzeugung sagen: Es findet sich nichts besseres und schon gar nicht schöneres. Ich habe es auf mehreren Reisen in Europa verwendet und es hat mich glücklich gemacht.
Logischerweise ist das auch eine ganz gute Variante. Es muss nicht immer das Beste sein. Die Nachteile eines Zeltes vom Discounter liegen nahe. Meist ist das Material von minderer Qualität, die Verarbeitung ist mangelhaft und hat daraus resultierend eine verminderte Lebensdauer. Man braucht 5min länger zum Aufstellen, es ist nicht so wasserdicht usw. Aber wenn es nur 3 Wochen überleben muss und man ab und an mal in einem Hotel schläft, dann ist diese Variante durchaus überlegenswert. Zumal man sich bei der Anschaffung die Kohle erspart, die man dann in ein Hotel investieren kann.
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Für die Puristen unter euch eine Möglichkeit viel Platz und Gewicht zu sparen. Egal für welche Größe du dich entscheidest, kleiner geht nur, wenn du nichts mitnimmst.
Das Tarp hält die Feuchtigkeit am Morgen ab und schützt ein wenig vor anderen Umwelteinflüssen. Wenn du daheim ein wenig trainierst und dir Gummibänder zum Abspannen in den richtigen Längen vorbereitest, dann bist du natürlich extrem schnell mit dem Abspannen.
Training ist hier alles. Wenn du es dir daheim perfekt zurecht richtest, dann ist diese Variante keine schlechte. Sollte es unterwegs stark regnen, zu stürmisch werden oder sonst etwas Außergewöhnliches passieren, dann kannst du noch immer bei einem der Mitreisenden um Asyl Ansuchen. Denn auch aus Erfahrung wissen wir, es wird meist zu viel eingepackt. Zelte sind, trotz aller Warnungen, zu groß… und einer ist immer dabei der nichts mit hat. In dem Fall zeigen alle mit dem Finger auf dich. Aber egal, solange du leicht reisen kannst. Oder?
Entweder kaufst du dir ein fertiges Tarp inkl. Stangen und Heringen, oder du suchst dir im Baumarkt etwas Passendes.
Natürlich gibt es hundert verschiedene Möglichkeiten, wie du dir die Nacht um die Ohren schlagen kannst. Wir erheben hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Es sollte als kleine Anregung und Hilfe für diejenigen gedacht sein, die so absolut keine Ahnung haben, wie sie ihre Nächte verbringen sollen.
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Auch hier gibt es wieder viele verschiedene Meinungen und Ratschläge.
Schaumstoffmatte: Ihr Vorteil ist sicher der, dass sie absolut unempfindlich ist, der Nachteil ist der geringe Komfort. Allerdings sind sie auch sehr billig und wenn du nicht 3 Wochen darauf verbringen willst, eine gute Alternative zu den Isomatten. Das Preis- Leistungsverhältnis ist nicht zu verachten. So eine Unterlage ist für €10,- zu bekommen.
Isomatte: Der gebotene Schutz vor dem kalten Boden ist ein Vorteil, in unserem Fall aber eher zu vernachlässigen, da wir es im April realtiv warm haben werden. Die erste dieser Matten, Therm-a-Rest, ist auch mein Begleiter seit vielen Jahren. Auch wenn sie sich selbstaufblasend nennen, sollte man vor dem schlafen gehen nochmal ordentlich hineinpusten, dann ist sie allerdings auch sehr komfortabel. Kleines Packmaß und geringes Gewicht, dafür ein wenig Arbeit bei Auf- und Abbau.
Luftmatratzen sind nicht schlecht, sollten aber wegen des Packmasses nur von unseren Autofahrern in Betracht gezogen werden. Für Pärchen ist die Doppelmatratze eine Alternative zum Doppelbett, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass jede Bewegung des einen, den anderen aus der Traumwelt reißt. Günstig in der Anschaffung (Achtung: zusätzlich Luftpumpe erforderlich!) und einfach in der Bedienung.
Vom Discounter zum Extrem-Adventure Shop. Das Angebot ist riesengroß.
Bist du jung, unverbraucht und hast du wenig Kohle, dann nimm den Weg zum Billigshop. Bist du älter, hast Rückenprobleme aber dafür einige Euro mehr in der Tasche, dann geh zum Spezialisten. Die denkbar schlechteste Variante ist alt, gebrechlich und keine Kohle. Dann geht es dir wie uns und du wirst das Thema studieren müssen.
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Eine kleine Zusammenfassung zur Hilfestellung
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Auch hier gibt es eine riesige Bandbreite und man muss für unsere Mission nicht unbedingt tief in die Tasche greifen.
Wichtig ist der Temperaturbereich. Die wichtigste Angabe ist meiner Meinung nach der Komfortbereich. Dieser gibt an, wann die Normfrau (ja, so nennt man es im Prüflabor und nach der EN13537 Norm) noch nicht friert.
Wir werden in der Regel immer warme Nächte haben und das Thermometer wird selten unter 15 Grad gehen. Außer du entscheidest dich für die eine oder andere Nacht im Atlasgebirge, dann kann das Thermometer auch mal gegen 0 gehen.
Ob Daune oder Kunstfaser ist ein Thema zu dem es sehr viele Meinungen gibt. Daune ist an sich perfekt, darf aber nicht nass werden. Kunstfaser lässt sich nicht so kompakt verpacken und das Klima ist nicht so angenehm wie in der Daune.
Auch die Form des Schlafsackes kann eine entscheidende Rolle spielen. Der Mumienschlafsack wärmt am besten, dafür ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Das Gegenteil ist im Deckenschlafsack der Fall. Die goldene Mitte erreichst du mit dem Eiförmigen Schlafsack.
Das nächste Kriterium ist die Größe: Wenn du dabei bist dir einen neuen Schlafsack zuzulegen, schau auch auf die Größe, da sie starken Einfluss auf den Komfort hat. Das betrifft einerseits die Bewegungsfreiheit und andererseits die Isolierung!
Solltest du zu zweit unterwegs sein und auf kuscheln stehen, dann solltest du über einen koppelbaren Schlafsack nachdenken. Der eine hat den Zipper rechts, der andere links und schwupps liegt ihr unter einer Decke. Sollte gerade keine Dusche vorhanden sein oder ihr euch tagsüber in die Quere gekommen sein, dann kann trotzdem jeder alleine in seinem Sack schlafen.
Da die Kriterien hier sehr weit gestreut sind, können wir hier keine wirkliche Empfehlung abgeben. Aber die Kombination eines günstigeren Modells plus Innenschlafsack ist eine durchaus gute Variante und gibt viele Optionen.
Innen- oder Reiseschlafsack: Diese haben eine Mehrfachfunktion. Du verwendest sie, wenn dir dein Hotelbett von der Hygiene her nicht zusagt und du lieber etwas Vertrautes zwischen dir und dem Hotellaken hast. Er eignet sich hervorragend dazu, dir extra Wärme zu spenden, wenn dein Schlafsack nicht warm genug hält und du verwendest ihn alleine, wenn dir die Schwüle zu Kopf steigt.
Diese Schlafsäcke gibt es in Seide oder Baumwolle und sie sind sehr klein vom Packmass und kosten außerdem wenig Geld. Allerdings ersetzen sie auf keinen Fall einen "richtigen" Schlafsack und gehören in die Kategorie Zubehör.